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Rund um Stein-Dinse

Komplettumbau Moto Guzzi „Le Mans III“

Über den Gewinner

Ich heiße Dirk Müller, bin 53 Jahre jung und arbeite als Industriemechaniker im Maschinenbau und wohne in Engelskirchen – Bickenbach.

Technische Daten

Moto Guzzi „Le Mans III“

Der Motor ist von einer LM3, wo mir Jens Hoff­mann an den Zylindern eine Brennraum­opti­mierung durchgeführt hat, stabilere Ventile und eine Drehmomentnocke verkauft hat. Bin damit sehr zufrieden. Der Rahmen ist von einer G5. Dieser ist unfallbedingt montiert worden.

  • Baujahr: LM3 1984, G5 1979

  • Leistung: ca. 80 PS

  • Gewicht: ca. 260 kg

  • Umbauzeitraum: 1993 bis heute

Gekauft habe ich die LM3 1993 und bei jeder größeren Reparatur sind wieder Neuteile in Sachen Umbau eingeflossen. Daher kann ich einen genauen Zeitraum nicht festlegen. Der Umbau wird nie ein Ende nehmen, da immer wieder neue Ideen aufkommen.

Die Geschichte von Dirk Müller:

Ich habe die Moto Guzzi LM 3 im Jahr 1993 gekauft. In einem Korsika-Urlaub bin ich zwei Wochen hinter einer LM 3 hinterhergefahren, sodass ich ab dem Zeitpunkt mit dem Guzzi-Virus infiziert wurde. Vorher fuhr ich schnellere Japaner.

Zwei Wochen nach diesem Urlaub hatte ich dann die Guzzi in meinem Schuppen stehen. Seit diesem Zeitraum rüste und baue ich die Maschine ständig um. Durch meine Rückenprobleme und meinen persönlichen Geschmack ist diese Version meiner Guzzi entstanden.

An dem Motorrad schraube ich in meinem extra beheizten Schuppen. Die Grundlackierung stammt aus einer Moto Guzzi Nuovo Falcone-Sahara, die ich in Köln gesehen habe.

Zwischenzeitlich habe ich es mit einer Yamaha FZR 1000, auf den Wunsch meiner Freundin versucht. Musste es aber aufgrund meiner Schulterprobleme wieder aufgeben.

Derzeit besitze ich eine DKW RT 175 (die in meinem Wohnzimmer parkt), eine Yamaha XT 500 (die im Carport unter einer Plane leben muss) und ein Moto-Guzzi-Gespann G5 mit Ural-Beiwagen. Dieses wurde anfangs nur für Wintertreffen angeschafft. Irgendwann ich habe gemerkt, dass das Fahren mit dem MG-Gespann in jeder Jahreszeit sehr viel Spaß macht. Seitdem wird sich mit der LM 3 die Fahrzeit geteilt.

Die letzte Umbauversion auf eine Enduro ist entstanden, als ich in meinem letzten Sardinien-Urlaub bei den Bachdurchquerungen „Blut und Wasser“ geschwitzt habe. Da ich von einem früheren geplanten Enduroumbau die Bereifung noch liegen hatte, habe ich diese in einen Soloumbau einfließen lassen.

Unterstützung hatte ich durch meinen Bekannten, der Motorradmechaniker gelernt hat. Die Umbauteile habe ich von Stein-Dinse oder andere Lieferanten sowie privaten Quellen bezogen.

Ich bin nicht stolz, aber ich finde mein Motorrad schön und freue mich jedes Mal, wenn ich merke, dass andere Leute es genauso sehen und ich ein gutes Feedback bekomme. Was relativ häufig geschieht.

Weitere große Umbauten sind vorerst nicht geplant, da das Gespann und die Yamaha XT 500 erstmal wieder auf Vordermann gebracht werden müssen.