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Caferacer Umbau von Frank Wolschke
Caferacer-Umbau

Einen großartigen Einblick in einen seiner Umbauten haben wir jetzt von unserem langjährigen Kunden Frank Wolschke bekommen, der in Eigenregie diesen tollen Caferacer gebaut hat.

Wir von Stein-Dinse bedanken uns bei Frank für seine stetige Treue und den tollen Umbaubericht. Aber lest selber, wir „übergeben“ jetzt an Frank.

„Zu mir:
Frank Wolschke, 53 Jahre und von italienischen Motorrädern begeistert, auf jeden Fall die schönsten Motorräder. Nach Ansammlung einiger Ducati Modelle, zum Teil in eigenem bzw. familiären Besitz und für alle Wartung und Reparaturen zuständig, kam die Idee, mal was anderes zu bauen. Eine TT2, noch der große Traum aus der Jugend, oder vielleicht einen Caferacer? Also im Sommer 2014 eine teilzerlegte Pantah 500 ersteigert. Da wir noch beim Sanieren unserer Scheune waren und die Werkstatt nur zum Teil zur Verfügung stand, blieb erstmal nur Zeit zur Schadensaufnahme und zum Überlegen, was mal daraus entstehen könnte.

Caferacer-Umbau
Caferacer-Umbau

Also eine TT2 mit diesem Rahmen nicht, aber vielleicht einen Caferacer, so richtig schön leicht und alles was möglich ist aus Aluminium 7075, um ein möglichst geringes Gesamtgewicht zu erzielen, eine vernünftige E-Anlage und einen zuverlässigen Motor, um auch mal größere Strecken zu fahren. Tagestouren von 500-600 km sind keine Seltenheit. Also einen Alu-Tank gesucht und angefangen in einem bekannten Online Handel für italienische Motorräder Ersatzteile für die Revision des Motors und diverser anderer Teile zu bestellen.
Nach Erhalt des Tanks angefangen die Sitzbankplatte zu fertigen und alle möglichen Alu-Teile zu drehen und zu fräsen, diverse Schrauben und Kronmuttern aus 7075 hergestellt und Hebel für die Rasten-Anlage.

Dann die erste Probefahrt und danach alles zerlegt und zum Lackieren vorbereitet.
Bei der Revision des Motors kam dann die defekte Kurbelwelle zum Vorschein, also eine andere Kurbelwelle besorgt, neue Pleuellager und Pleuelbuchsen sowie eine Sachse-Zündung und neue Kupplung verbaut. Die Gehäuse, Zylinder und Köpfe glasperlen-gestrahlt und die Zylinderköpfe mit neuen Ventilführungen aus Kuprodur und neuen Ventilen versehen. Die Vergaser gegen 32er Dellortos getauscht, welche komplett neu bestückt wurden und in rot passende Malossifilter.

Caferacer-Umbau
Caferacer-Umbau

Die notwendigen Ersatzteile, vor allem die vielen Kleinteile und Dichtungen, gibt es im umfangreichen Stein-Dinse-Shop ohne lange Wartezeit, was eine flüssige Arbeitsweise garantiert. Mit der Fertigstellung des Motors war die Basis für den Caferacer geschaffen. Es erfolgten die Montage des Rahmens, der Federbeine und Gabel sowie der Tommaselli Stummellenker. Die Felgen wurden komplettiert und die P05 Sattel mit neuen Kolben, Belägen und Dichtungen aus dem SD-Shop versehen. Als Bremsleitungen eignen sich super die aus dem B&H Programm, da man alle möglichen Leitungslängen und Armaturen findet.

Elektrische Anlage bestehend aus Cronoclassic Speedo, M-unit, M-lock, Ochsenaugen und Rücklicht von den Königswellen Ducatis. Der 2in1-Krümmer wurde aus VA gebaut und in den Längen angepasst.
Seit der im Sommer 2017 erfolgten Vollabnahme, wurde der Caferacer schon mehr als 8000 km bewegt und so begann es wieder von vorn, Teile sammeln, Motor kaufen, Rahmen und Räder suchen, denn eine TT2 fehlt mir noch.

Euer Frank Wolschke“

Caferacer-Umbau